Kamerun Reiseinformation

Kamerun
Die nachstehenden Angaben dienen der ersten Orientierung, was bei einer Auslandsreise an Gesundheitsvorsorgemaßnahmen zu berücksichtigen ist. Die Empfehlungen basieren auf den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation, der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und internationale Gesundheit e.V. und dem Centrum für Reisemedizin. Die persönliche Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt oder Apotheker kann durch keine Information ersetzt werden. Insbesondere Risikopatienten sollten sich vor einer Auslandsreise beraten lassen. Informationen hierzu finden Sie am Ende des Dokumentes. Wer sich auf einen Auslandsaufenthalt vorbereitet hat, kann bedenkenlos seine Reise antreten. Dies gilt auch für last minute-Reisen.

Klima
Tropisches Klima im Süden ganzjährig feucht-heiß, nach Norden hin wechselfeucht und etwas kühler; in Nordkamerun Trockenzeit von November bis April; durchschn. Monatstemp. in Douala ganzjährig um 26°C.

Einreise-Impfvorschriften
Gelbfieber-Impfung für alle Reisenden vorgeschrieben (ausgenommen Kinder unter 1 Jahr). In der Praxis wird die Gelbfieber-Impfung - abweichend von den offiziellen Bestimmungen - auch schon von Kindern ab dem 7. Lebensmonat verlangt. Ein gültiger Impfnachweis gegen Cholera kann - abweichend von den offiziellen Bestimmungen - gelegentlich verlangt werden. Besonders zu beachten bei Ankunft aus einem Land mit Cholera und bei Einreise außerhalb des internationalen Flughafens der Hauptstadt.

Empfohlener Impfschutz Generell:
Tetanus, Diphtherie, Hepatitis A, Polio, Gelbfieber (e) Je nach Reisestil und Aufenthaltsbedingungen im Lande außerdem zu erwägen Qualifizierte Wichtiger Hinweis: Welche Impfungen letztendlich vorzunehmen sind, ist abhängig vom aktuellen Infektionsrisiko vor Ort, von der Art und Dauer der geplanten Reise, vom Gesundheitszustand, sowie dem eventuell noch vorhandenen Impfschutz des Reisenden. Da im Einzelfall unterschiedlichste Aspekte zu berücksichtigen sind, empfiehlt es sich immer, rechtzeitig (etwa 4 bis 6 Wochen) vor der Reise eine persönliche Reise-Gesundheits-Beratung bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt oder Apotheker in Anspruch zu nehmen

Malaria Risiko:
ganzjährig hohes Risiko landesweit Vorbeugung: Ein konsequenter Mückenschutz in den Abend- und Nachtstunden verringert das Malariarisiko erheblich (Expositionsprophylaxe). Die wichtigsten Maßnahmen sind: In der Dämmerung und nachts Aufenthalt in mückengeschützten Räumen (Räume mit aircondition, Mücken fliegen nicht vom Warmen ins Kalte) Beim Aufenthalt im Freien in Malariagebieten abends und nachts weitgehend körperbedeckende Kleidung (lange Ärmel, lange Hosen). Anwendung von insektenabwehrenden Mitteln an unbedeckten Hautstellen (Wade, Handgelenke, Nacken). Wirkungsdauer ca. 2-4 Std. Im Wohnbereich Anwendung von insektenabtötenden Mitteln in Form von Aerosolen, Verdampfern, Kerzen, Räucherspiralen. Schlafen unter dem Moskitonetz (vor allem in Hochrisikogebieten) Ergänzend ist die Einnahme von Anti-Malaria-Medikamenten (Chemoprophylaxe) dringend zu empfehlen. Zu Art und Dauer der Chemoprophylaxe fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bzw. informieren Sie sich in einer qualifizierten reisemedizinischen Beratungsstelle. Malariamittel sind verschreibungspflichtig.

Ratschläge zur Reiseapotheke:
Vergessen Sie nicht, eine kleinere oder größere Reiseapotheke mitzunehmen (wenigstens Medikamente gegen Durchfall, Fieber und Schmerzen sowie Verbandstoff, Pflaster und Wunddesinfektion), damit Sie für kleinere Notfälle gerüstet sind. Nicht vergessen: Medikamente, die der Reisende ständig einnehmen muss! Wenn Sie spezielle Fragen zur Reiseapotheke haben, wenden Sie sich am besten an eine Apotheke mit reisemedizinisch qualifizierten Mitarbeitern.

Nicht vergessen:
Auslandskrankenversicherung Für die private Auslandsreise empfehlen wir Ihnen, grundsätzlich eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen. Auch in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen sind für bestimmte Leistungen zum Teil erhebliche Eigenanteile zu zahlen. Hinzu kommt, dass die Kosten für einen krankheits- oder unfallbedingten Rücktransport nach Deutschland nur durch eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abgedeckt werden. Von der gesetzlichen Krankenversicherung werden Rückführungskosten nicht erstattet. Die Auslandskrankenversicherung sollte nach Möglichkeit Beistandsleistungen beinhalten. Dies bedeutet, dass Sie im Krankheitsfall über eine Notrufnummer administrative und bei Bedarf auch ärztliche Unterstützung durch die Krankenversicherung erhalten.

alle Angaben ohne Gewähr

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