Südliches Afrika

Namibia

Namibia, größtenteils im Bereich einer subtropischen Hochdruckzone gelegen, besteht überwiegend aus Wüste und Halbwüste. Es lassen sich drei Großlandschaften unterscheiden: Die gesamte Küstenzone wird in 80-130 km Breite von der Namib, einer der trockensten Wüsten der Welt, eingenommen. Nach Osten steigt das Land in einer großen Stufe auf etwa 1200-1700 m Höhe an. Das sich anschließende Hochland wird vereinzelt von Bergen überragt. Die Temperaturen sind im Hochland deutlich höher als an der Küste, aber nachts kann es empfindlich kalt werden. Nur gelegentlich, an wenigen Tagen des Jahres, fällt einmal Regen. Dann kann es zu gewaltigen Wolkenbrüchen kommen, die die sonst trocken liegenden Flussbetten in kürzester Zeit zu reißenden Strömen werden lassen. Die dritte Großlandschaft Namibias gehört zur Kalahari. Die kärgliche Vegetation dieser Trockensavanne geht nach Osten in Halbwüste über. Nur im Norden, in der Region Kavango, fällt so viel Regen, dass Ackerbau betrieben werden kann. Hier liegt auch die größte Sehenswürdigkeit des Landes, das Naturschutzgebiet Etoschapfanne. In der Regenzeit sammelt sich in dieser flachen Senke das Wasser und dient einer artenreichen Tierwelt - Zebras, Gnus, Elefanten, Löwen und anderem Großwild - als Tränke.


Mosambik

Während teilweise sumpfiges Flachland die Küste begleitet und den Süden einnimmt, erhebt sich im Norden und beiderseits des Sambesi ein 1000-2000 m hohes, an Inselbergen reiches Rumpfflächenland. Einzelne Inselbergmassive sind über 2000 m hoch, z. B. das Namuligebirge (2419 m). Südlich des Sambesi ragt an der Grenze zu Simbabwe der Monte Binga (2439 m) als höchster Berg des Landes auf. Die Küste ist im Norden abwechselnd als Steil- oder Flachküste, im Süden als lagunenreiche Ausgleichsküste ausgebildet. Bis auf den subtropischen äußersten Süden gehört Mosambik zum Bereich der wechselfeuchten, vom Monsun bestimmten Tropen. Die jährlichen Niederschläge nehmen von Norden nach Süden ab. Der größte Teil des Landes wird von Trockenwald und Savanne mit Galeriewäldern eingenommen. Im Küstenflachland wachsen gebietsweise ausgedehnte Mangrovenwälder. Hochwasserkatastrophen richteten 2000 und 2001 große Schäden an und forderten rund 1000 Menschenleben.

Simbabwe:
Ruinenstadt 20 km südöstlich von Fort Victoria im felsigen Hügelland des Staates Simbabwe; erste früheisenzeitliche Besiedlung zu Beginn des 1. Jahrtausends n. Chr., Beginn der Simbabwe-Kultur im 8./9. Jahrhundert, Hochblüte mit riesigen, ohne Mörtel gefügten Steinbauten in Rundformen etwa im 14./15. Jahrhundert, sakrosanktes Königtum. Nach Forschungsberichten haben einheimische Stämme Simbabwe erbaut und die Bantu zeitweise dort gewohnt; andere schreiben es den Uganda nahe stehenden ostafrikanischen Herrschergeschlechtern zu.

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